Rotkäppchen
vom Sprachheilpädagogen erzählt
Es war einmal ein kleines Mädchen, das von allen Rotkäppchen genannt wurde, weil es von seiner Mutter jeden Tag ein rotes Mützchen aufgesetzt bekam. Eines schönen Tages sagte die alleinerziehende und restlos überforderte Mutter zu ihrer kleinen Tochter Rotkäppchen, sie solle doch der vereinsamten Großmutter therapeutische Hilfen für die Überwindung ihrer aktuellen destabilisierenden Disposition, einer Erkältung, vorbei bringen.
"Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen!", belehrte die fürsorgliche Mutter das Rotkäppchen und gab ihr einen Korb mit Brot und Wein für die bedürftige Großmutter mit. "Und bleib mir ja auf dem rechten Wege im dunklen Wald", fuhr die Mutter verhaltenstherapeutisch-präventiv fort. "Du weißt ja, was mit solchen unartigen Kindern passiert, die sich nicht an das Gesagte halten."

So ging das Rotkäppchen los. Als es im Wald an einem multisensorisch reizenden Blumenfeld vorbeikam, reagierte es intuitiv und ging hinein. Da trat der Wolf, der einen Aggressor verkörpert, an das Rotkäppchen heran und verwickelte es in einen sprachtherapeutisch einfachen Frage-Antwort-Dialog, in dem er erfuhr, dass es zu der kranken Großmutter geht. Da der Wolf merkte, dass das Rotkäppchen so begeistert von den Blumen und sehr konzentriert mit ihnen beschäftigt war, schlich er sich davon und suchte die Großmutter auf. Er fraß die Großmutter so schnell auf, dass diese überhaupt nicht mehr reagieren konnte, und nahm ihre Familienposition ein.

Als das Rotkäppchen das Haus der Großmutter betrat, stieß ihm die angespannte Atmosphäre im Zimmer auf, und es begann, die Großmutter aus der Reserve zu locken.
"Ei, Großmutter, warum hast du so große Augen?", fragte es zögerlich.
"Damit meine Asthenie des Sehzentrums besser kompensiert wird."
"Ei, Großmutter, warum hast du so große Ohren?", fragte das Rotkäppchen weiter.
"Damit ich Klänge und Geräusche besser unterscheiden kann."
"Ei Großmutter, warum hast du so ein entsetzlich großes Maul?", fragte es immer selbstbewusster.
"Damit ich mein Sprechen besser kinetisch-kinästhetisch kontrollieren kann."

Da machte der böse Wolf auch das Rotkäppchen zu einer eigenen physischen Disposition und legt sich anschließend zum Abbau nervlicher Spannungen schlafen. Er schnarchte so laut, dass der vorbeikommende Jäger gar nicht umher kam, ein schlaffes Gaumensegel zu vermuten. Er verletzte die Privatsphäre der Großmutter und betrat ihr Haus, um dem Wolf die körperliche Belastung aus dem Bauch zu therapieren. Er war etwas verunsichert, was sich in motorischer Unruhe äußerte, aber er machte methodisch exakte Schnitte am Bauch des Wolfs und befreite die traumatisierte Großmutter und das Rotkäppchen. Um einen Placebo-Effekt herbeizuführen legte der Jäger dem Wolf viele große naturbelassene Wackersteine in den Bauch und beendete die Therapie erfolgreich. Als der Wolf erwachte, taumelte er mit unterspannter Körperhaltung zum nächsten Brunnen und fiel hinein. Das Rotkäppchen schwor sich, eine Verhaltenstherapie zu machen, um nicht mehr so impulsiv auf Reize zu reagieren. Alle Bewohner der Umgebung versammelten sich am Hause der Großmutter und gründeten eine Selbsthilfegruppe für von Wölfen geschädigte Menschen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann fühlen sie sich noch heute missverstanden.

(Von Annette Bork)

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